Apps für Finanzen –Funktionen und Sicherheit

Financial management on mobile devices

Apps gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Darunter finden sich viele Anwendungen zu verschiedensten Finanzthemen. Doch wie siebt man aus dieser riesigen Masse aus Sand das Goldnugget heraus? Anders gesagt: Welche Apps sind für Aktien, Haushaltsführung, Steuerfragen oder Wechselkurse wirklich hilfreich und nicht überflüssig?

 

© Scanrail – Fotolia.com

Apps in Kombination mit Finanzsoftware

Unsere Zeit ist hektischer geworden. Privat und beruflich sind viele Leute ständig auf Achse. Dabei wollen oder müssen sie ihre Finanzen ständig im Blick haben. Nachdem bereits viele Deutschen Online-Banking nutzen, wird natürlich auch das Mobile Banking beliebter. Die Apps sind auf die unterschiedlichen Menschen zugeschnitten, schließlich hat jeder seiner eigenen Bedürfnisse.

Für Leute, die bereits ein Programm für ihre Firmen- oder Privatfinanzen verwenden, gibt es speziell dafür entwickelte Apps. So kann man Software für die Führung eines Haushaltsbuches verwenden, Buchungen machen oder Geld überweisen. Dies ist beispielsweise mit dem Privatfinanzen-Programm Quicken aus dem Hause Lexware(zum Anbieter) möglich. Mit eigens entwickelten Apps (Android/ iOS) kann man solche Programme steuern. Dazu muss man die Mobile-App laden, sich mit den Daten des Benutzerkontos registrieren und meist noch Sicherheitscodes vergeben. Sobald man die Zugangsdaten der App ins Programm, beispielsweise das genannte Quicken, übertragen hat, bringen sich beide Anwendungen auf den gleichen Stand (Synchronisation).

Mobile Banking, Überweisungen und weitere Anregungen

Wer kein Finanzprogramm besitzt, aber trotzdem Mobile Banking betreiben will, der sollte auf die Android-App StarMoney zurückgreifen. Ganz einfach kann jeder Laie bei dieser App Giro-, Festgeld-, Spar- oder andere Konten anlegen. Mit StarMoney oder anderen Banking-Apps lässt sich so einfach der Kontostand abfragen. Doch es gibt noch mehr zu beachten, vor allem beim Thema Überweisungen.

Eine wichtige Neuerung, der kein Mensch aus dem Weg gehen kann, ist die zum 1.2.2014 fällige Sepa-Umstellung. Die meisten Menschen haben davon gehört. Aber kann man die benutzte App überhaupt auf die neuen Standards umstellen? Genauso erleichtert es gestressten Menschen ihre Finanzverwaltung, wenn sie Einzel-, Termin- sowie Rücküberweisungen oder Überweisungsvorlagen einsetzen können. Gerade Menschen, die viel unterwegs sind und die auf schnellen, zuverlässigen Zugriff auf ihre Finanzen angewiesen sind, können solche Apps viel Arbeit abnehmen.

Es gibt viele weitere Funktionen im Finanzbereich, die durch Apps unterstützt werden. So gibt es Anwendungen wie Börsen & Aktien (finanzen.net App für Android), mit denen man Aktien traden kann und die Realtimekurse unterstützen. Wer einen kostenlosen Finanzrechner sucht, ist beispielsweise beim Andro12C gut aufgehoben. Für eine private Haushaltsführung gibt es simple Apps wie WatchYourCash (Android). Währungen kann man beispielsweise mit dem iCurrency Pad (iOS) umrechnen, die Apple-Anwendung hat ein sinnvolles UI-Design und bietet beispielsweise einen integrierten Taschenrechner oder Wechselkurse an.

Das wichtige Thema Sicherheit

Beim Stichwort „zuverlässig“ ist noch ein anderes Thema äußerst wichtig: die Sicherheit. Zunächst sind viele Finanz-Apps, so beispielsweise auch StarMoney, vom TÜV zugelassen. Das ist ein klares Signal, welches besagt: Ja, diese App wird regelmäßig durchgecheckt. Außerdem sollten die Nutzer von Mobile Banking Apps auf ausreichende Verschlüsselungstechniken achten. Die elektronische Kommunikation mit Banken findet normalerweise über SSL-Verbindungen (Secure Socket Layer) statt. Dies garantiert,

  • dass keine Daten während eines Online-Transfers geändert werden

  • dass die Echtheit des Internetservers kontrolliert wird

  • dass keine dritte Partei auf die offenbarten Daten zugreifen kann.

Ein nationaler Standard für das Mobile Banking ist beispielsweise HBCI+. Dabei handelt es sich um das Home Banking Computer Interface, das vom zentralen Kreditausschuss (ZKA) entwickelt wurde. Dieser Standard definiert geschütztes, multibankfähiges Onlinebanking zwischen Kundensystemen (wie Apps) und den Rechnern von Banken.

Zum Schluss

Wer eh ein Smartphone oder ein Tablet mit sich herumschleppt, der kann auf jeden Fall die erwähnten Finanz-Apps ausprobieren. Nach einer Weile kann er selbst entscheiden, ob er sie wirklich benötigt. Wer sich nicht sicher ist, ob er eine kostenpflichtige App erwerben soll, der kann meist eine Gratisversion davon eine Weile lang ausprobieren. Ein weiterer Tipp: Häufig hilft es, sich einfach einige Kundenkommentare oder Bewertungen zu der App im Internet durchzulesen, um herauszufinden, ob diese wirklich etwas taugt!

Bild: © Scanrail – Fotolia.com