Technische Übersetzungen: alternativer Beruf für studierte Techniker

Wer zwei Sprachen beherrscht, der ist im Vorteil. In technischen Berufen gilt das ebenfalls, sogar noch mehr denn je, da technische Übersetzungen immer gefragter werden. Diese Entwicklung hat einen wachsenden Stellenmarkt geschaffen, der nicht zuletzt online stattfindet und Linguisten mit technischem Know-how neue Chancen bietet.

Die Sprache der Technik: einheitlich und doch unterschiedlich

Marble/MotherDie Naturwissenschaften sind sprachunabhängig, und dasselbe gilt auch für die Technik. Zumindest theoretisch, denn in der Praxis sieht es meist anders aus: Heutige Ingenieure, Informatiker, Physiker und Mathematiker haben Englisch als Einheitssprache zwar längst anerkannt, doch Nicht-Muttersprachlern sind viele Fachbegriffe ein Fremdwort. Das ist logisch: Je spezifischer das Wort, desto weniger taucht es im allgemeinen Sprachgebrauch aus, sodass selbst die beste fremdsprachliche Ausbildung keine Garantie ist, wirklich alle Vokabeln zu kennen. Die gängigen Sprachübersetzer kennen diese Begriffe zwar, dort hapert es dafür oft an grammatikalischer Feinheit sowie an sinngemäßen Übersetzungen und Informationen „zwischen den Zeilen“.

Deswegen gilt: Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt technische Übersetzungen bei elinga.de anfertigen. Wichtig dabei: Alle Übersetzungen werden ausschließlich von Muttersprachlern angefertigt, sodass die Übersetzungsgenauigkeit so hoch wie möglich, in der Regel sehr nahe bei 100 Prozent liegt. Dieses Vorgehen ist wichtig für den unternehmerischen Erfolg von Maschinenbauern, Programmierbüros, Architekturstudios, Chemikern und Co., da falsche Übersetzungen oder Missverständnisse schwerwiegende Konsequenzen haben können.

Europa als Paradebeispiel für die sprachliche Entwicklung

Dabei geht es oft, aber nicht ausschließlich um den Transfer zwischen Englisch und der jeweiligen Landessprache. Das wird vor allem im zusammenwachsenden Europa deutlich, und dort stärker denn je in Deutschland. Denn der Zuzug von Fachkräften aus Ländern wie Spanien, Italien oder Portugal bedeutet für Übersetzer einen wachsenden Markt, von dem ganz besonders bilinguale Muttersprachler profitieren. Es entstehen weitere Arbeitsplätze, speziell Übersetzer mit deutschen und spanischen Elternteilen bringen beste Voraussetzungen mit, in der Branche Fuß zu fassen und Karriere zu machen.

Nun sind technische Übersetzungen ein Fall für sich, da sie weit über das alltägliche Sprachspektrum hinausgehen. Die bloße Muttersprache ist somit nur die Voraussetzung, jedoch keine hinreichende Bedingung, um im Feld der technischen Übersetzungen aktiv zu werden. Nötig dafür sind entsprechende Technikkenntnisse inklusive aller wichtigen Spezialbegriffe. Diese sind nur in Folge eines fachspezifischen Studiengangs gegeben; Chemiker, Physiker, Informatiker, Maschinenbauer und E-Techniker lernen im Laufe des Studiums alle relevanten Begriffe und sind durch ihre Zweisprachigkeit zu punktgenauen Übersetzungen in der Lage.

Darüber hinaus liefern Übersetzungen stets auch einen soziokulturellen Beitrag. Denn die Sprache ist stets Teil der kulturellen Identität, wie sich in Studiengängen wie Germanistik, Sinologie oder Romanistik zeigt. Im weiteren Sinne spielen Übersetzungen somit auch eine Rolle für den kulturellen Dialog und als gemeinschaftlich denkender Kontinent ist Europa der ideale Nährboden dafür. Eine geschützte Berufsbezeichnung ist der Übersetzer in Deutschland übrigens nicht: Formelle Qualifikationen wie die Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondent oder das Sprach- und Kulturstudium sind eine gängige Voraussetzung, ebenso wichtig ist jedoch das Können an sich. Und dort haben Muttersprachler naturgemäß einen großen Vorteil: Schwierige Fälle und Ausnahmen sind ihnen instinktiv geläufig, kompliziert formulierte Inhalte werden schnell erkannt, Zusammenhänge erschließen sich auf den ersten Blick.

Der Fokus auf Muttersprachler ist deswegen gerade in technischen Branchen nur logisch, denn Technik erfordert Präzision, und diese muss auch bei Übersetzungen gegeben sein. Für technisch bzw. naturwissenschaftlich ausgebildete Menschen mit zwei Sprachen bedeutet das eine weitere berufliche Alternative, da sie auch fernab des eigentlichen Technikberufs aktiv werden können. Die Durchschnittsgehälter für Übersetzer sind niedriger als in technischen Berufen, die traditionell zu den besonders zukunftsträchtigen Berufen gehören; allerdings rechnen Brancheninsider mit einem weiteren Anstieg als Folge der wachsenden Nachfrage.

Bei den technischen Übersetzungen gilt das umso mehr, da das Bewerberfeld dort stark reduziert wird – mit der Sprache alleine ist es schließlich nicht getan. Interessenten sei deswegen geraten, sich nicht unter Wert zu verkaufen, sondern bei den Verhandlungen ruhig ein wenig in die Offensive zu gehen. Der Bedarf an technik- und sprachkundigen Spezialisten ist hoch, die Ersetzbarkeit ist recht gering; daraus ergibt sich eine Position der Stärke, die nicht leichtfertig aufgegeben werden sollte. Vor allem bei spontanen, dringlichen Engagements sind Unternehmen bereit, für technische Übersetzungen gutes Geld zu zahlen. Ob dieses in Vollzeit oder als Nebeneinkommen erwirtschaftet wird, bleibt jedem selbst überlassen. Möglich ist beides: Selbständigkeiten als technischer Übersetzer gibt es immer häufiger.